Während der uns derzeit umgebenden Außentemperaturen von 35°C erinnern wir uns gern an kühlere Tage. Unheimlich weit weg und unerreichbar scheinen sie uns... blicken wir auf Bilder der Strumpfwerbung aus einer anderen Zeit, so erscheinen sie uns ebenso in weiter Ferne. Fast schon unverständlich wirken sie sicher auf einige Menschen. Betrachten wir das an dieser Stelle als schönes Beispiel die Printanzeige der Van Raalte.
Auf das Heute übertragen erzeugt es bei mir schon ein lange anhaltendes Schmunzeln, stelle ich mir vor, in einer Werbeanzeige im Jetzt & Heute würde sich ein Modell mit einer Strumpfhose im Arm durch das Foto strecken. Verstört würde so manch Betrachter wohl denken: „Welch Kind seltsamer Gedanken ist Sie denn?!“.
Mal ehrlich – solch eine Bildsprache ist heute undenkbar und nahezu unangebracht.

Quelle Abbildung: LIFE 19.September 1949

Quelle: LIFE 27.04.1962
Noch eine Printanzeige hinterhergschoben - der Slogan "Nothing but nylon makes you feel so female" würde man heute ganz bestimmt mit einer anders gearteten Aufnahme hinterlegen. Gut, dies passt nicht in unsere sommerliche Vorstellungskraft. Um uns in herbstlich-winterliche Stimmung zu versetzen, schließen wir die Augen & stellen uns eine abendliche Reise im öffentlichen Verkehrmittel eine deutschen Großstadt vor. Es ist dunkel. Es ist kalt. Die Stimmung ist der Jahreszeit entsprechend. Kühl. Dunkel. "Nothing but nylon makes you feel so female" und vor uns erscheinen sie, die die sich durch Nylon weiblich gekleidet fühlen. Von Kopf bis Fuß in Nylon oder Nylonmischgewebe gehüllt. In aufregenden Farben und großzügige Formen; mit Reißverschlüssen; Leinen, Gummizügen. So dringt der Anblick in unsere Augen, so schleicht sich sanft das Knistern und Rascheln des Gewebes in unsere Ohren. Wow da ist sie- die OutdoorKleidungsFrau! (Mann darf natürlich ebenso in Nylon gehüllt sein).