Patente und Gebrauchsmuster •PDF• •Drucken• •E-Mail•
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In der Blütezeit des Kleidungsstücks Nahtstrumpf waren Männer sehr kreativ, wenn es darum ging, Nahtstrümpfe zu perfektionieren. Mal abgesehen von der Fortschritten in der Maschinentechnik wurden einige Gebrauchmuster eingereicht, die aus heutiger Sicht vielleicht etwas zum Schmunzeln anregen.

Die Quelle aller zitierten Gebrauchsmusteranmeldungen inklusive der Abbildung ist das Europäische Patentamt.


Quelle: Europäisches Patentamt

Gebrauchsmusteranmeldung
1 640 552, 21.Januar 1952
Paul B. Konditor

Schutzvorrichtung für Strümpfe, insbesondere gegen das Verschieben der Strumpfnaht


Bei Strümpfen, insbesondere bei Damenstrümpfen, geschieht es leicht, dass die Strumpfnaht sich verschiebt. Dadurch wird die ästhetische Wirkung des Strumpfes und das Aussehen des Beines erheblich beeinträchtigt. Man hat bislang vergeblich nachMitteln und Wegen gesucht, um diesen Übelstand zu verhindern.

Gegenstand der vorliegenden Anmeldung ist eine Schutzvorrichtung für Strümpfe, insbesondere gegen das Verschieben der Strumpfnaht, die im anliegenden Muster beispielsweise veranschaulicht ist.

Eine Schicht aus Schwammgummi oder Schaumgummi beliebiger Form zweckmäßig rund, oval oder rechteckig mit gerundeten Ecken ist auf der einen Seite mit einer Klebeschicht versehen. Zweckmäßig ist diese Klebeschicht auf einer Unterlage aus Textilgewebe, Krepppapier oder anderem geeignetem Material in der Art einer Pflasterunterlage aufgebracht, die ihrerseits mit der Schicht aus Schwammgummi oder Schaumgummi fest verklebt ist. Die Klebeschicht ist in der Art, wie dies bei Kautschukpflasterverbänden üblich ist, durch Gaze geschützt, die vor der Verwendung der Vorrichtung abgezogen wird.

Die Vorrichtung wird nach Entfernung der schützenden Gaze von der Klebeschicht in das Innere des Strumpfes eingeklebt, und zwar zweckmäßig in den meist doppelt oder verstärkt gewirkten Strumpfende oder Strumpfrand und dort an der Strumpfnaht. Da die Klebeschicht wasserdicht und seifenfest ist, kann die Vorrichtung beim Waschen des Strumpfes im Strumpf bleiben. Denn die Lösung der Klebeschicht ist nur mit Benzin oder ähnlichen Lösungsmitteln möglich.

Die Vorrichtung haftet vermöge ihrer Reibung ziemlich fest (am) und verhindert bezw. Erschwert so ein Verrutschen des Strumpfes und damit ein Verschieben der Strumpfnaht. Andererseits wird der Strumpf selbst dadurch nicht beschädigt.

Die Vorrichtung kann übrigens auch in den Schuh, und zwar hier in die hintere Fersenkappe, eingeklebt werden. Dadurch wird das Verschieben der Strumpfnaht an dieser Stelle ebenfalls verhindert bezw. Erschwert. Ausserdem wird dadurch der weitere Vorteil erreicht, das der Strumpf durch das Scheuern der hinteren Schuhkappe nicht beschädigt werden kann, wie dies sonst sehr häufig vorkommt.

Die Vorrichtung ist einfach und billig herzustellen und kann einfach, bequem und sicher gehandhabt werden.



Quelle: Europäisches Patentamt

Gebrauchsmusteranmeldung
1 673 105, 11.März 1954
Rudolf G, Rudolf E.

Vorrichtung zum selbständigem Spannen und Ausmitteln der Strumpfnaht


Erläuterung:
Bekannt sind Vorrichtungen, die ein Halten oder Haften der Strumpfnaht im oberen Teil (Umschlag) bezw. Am Fersenstück bewerkstelligen. Bei dieser Art der Anordnung ist keine Verbindung mit der eigentlichen Naht hergestellt, dadurch kann man auch von keiner wesentlichen Beeinflussung derselben beim Tragen des Strumpfes, speziell bei den neuen Geweben oder Materialien sprechen. Dem wird in unserer Ausarbeitung Rechnung getragen.
Wie aus beiliegender Zeichnung ersichtlich, verläuft längs der ganzen Naht, bezw. In ihr ein eingearbeitetes Zugmaterial. Dies bewirkt ein ausdauerndes, elastisches Gespanntsein der Naht, daraus geht hervor, dass nach der üblichen Befestigung und Ausrichtung, also beim Tragen des Strumpfes eine ständige, schnurgerade Nahtlinie vorhanden ist. Des weiteren zentriert sich dieselbe immer wieder auf die einmal gegebene Richtung. Sollte durch irgend einen Einfluss, gewollt oder ungewollt, eine Verschiebung zustandekommen, so geht nach einigen Schritten durch das wechselseitgige Spiel der Waden bezw. Der Beinmuskeln die nach unserem Verfahren hergestellte Naht selbständig in die gegebene Gerade zurück. (===gestrichelte Line= Einlage, siehe Zeichnung)
Auch bei nahtlosen Strümpfen ist ein solch auf- bezw. Eingearbeitetes Elastikmaterial von Wesentlichkeit, denn es ist eine feststehende Tatsache, dass eine Nahtlinie die Form des Beines hervorhebt oder verbessert.

Die Anbringung kann auf verschiedene Weise erfolgen:
Das Material der Elastiknaht ist von keinem bestimmten Stoff abhängig. Sie kann aus jeglichem dehnbaren Material hergestellt werden. Es kann in die Naht mit ein- oder angenäht, im selben Sinn geklebt oder vulkanisiert werden, ebenso könnte es durch eine entsprechende Farbrikationsart bei der Strumpfherstellung seine Entstehung haben. Es kann links- und rechtsseitig die Naht bedeckend aussen, innen oder daneben angeebracht werden.

 

Bild zu Patent fixieren der Strumpfnaht an Nahtnylons

 


Gebrauchsmuster: Vorrichtung an Damenstrümpfen für korrekten Sitz der Strumpfnaht

Studienrat Paul S.

PA654634

10.12.1951

 

Quelle: Europäisches Patentamt

 

Gebrauchsmuster bzw. Patent:

Sägezahn= nahtgerade Strümpfe

 

Bei allen Damen ist es eine leidige Angelegenheit, die Strumpfnähte auf der Mitte der Rückseite der Beine zu bekommen- und es gehört viel Geschick und Zeit dazu, dies recht zu bewerkstelligen.

 

Auch das bestgeformte Bein wirkt unschön und schlampig durch schlecht sitzende Nähte.

 

Um diesem dauernden Uebel und Ärgernis abzuhelfen, schlage ich zum Gebrauchsmuster bezw. Patent vor:

 

Auf dem Umschlag des oberen doppelten Strumpfrandes wird der Sägezahn mit dickem Mittelpfeil (siehe anliegende Zeichnung) in Farbe bezw. Durch Webverfahren angebracht. Da jedes Bein einen anderen Bau bezw. Oberschenkeldicke besitzt und die Strümpfe rechts und links wechselseitig angezogen werden- ist nach o.g. Zeichnung die Markierung anzubringen. Bei der verschiedenen Befestigung der Strumpfhalter am Hüftgürtel oder Korsett ist es ein Leichtes an den verschieden langen Zähnen die Stellen zu finden bezw. Sich zu merken, wo die Strumpfhalter befestigt werden müssen, um die Naht auf der Mitte der Rückseite der Beine zu halten. Für Damen, die in Eile sind bezw. Damen mit Augenmass reicht es aus, über den Mittelpfeil die entsprechende Stelle des Fußes anzupeilen, um einen korrekten Sitz des Strumpfes zu geährleisten.

 

Ich bitte, den o.a. Vorschlag zum Gebrauchsmuster zu erheben und mir darauf Gebrauchsmusterschutz zu gewähren. Sollte der Vorschlag patentrechtlich geschützt werden können, so bitte ich mir entsprechend Mitteilung machen zu wollen, damit ich event. Späteren Gebrauch davon machen kann.

 

 

•Zuletzt aktualisiert am ••Mittwoch•, den 10. •Dezember• 2008 um 23:04 Uhr••