Maschenbildung •PDF• •Drucken• •E-Mail•
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Wie eine Maschenreihe eines Nahtstrumpfes entsteht, das läßt sich nur schwer mit einfachen Worten erklären. Vielleicht hilft es, eine kleine Vereinfachung zu finden, die  einer Cottonmaschine ziemlich nahe kommt: stellt Euch einen Kamm vor, der an den Enden seiner Zinken kleine Haken hat. Dieser Kamm wird waagerecht eingespannt und vor seinen Zinken legt man einen dünnen Faden. Damit sich Maschenschlaufen bilden können, kommt ein zweiter Kamm von hinten, drückt seine Zinken zwischen die Zinken des ersten Kamms. Der Faden wandert dabei mit zwischen die Zinken und bildet dabei von oben betrachtet eine Wellenlinie. Dann bewegt sich der Kamm mit den kleinen Zinken am Hakenende nach unten... so entsteht eine Schlaufe. Nicht ganz einfach zu verstehen? Sag ich doch ;-)

Eine Cottonmaschine für die Strumpfherstellung besitzt natürlich keine Kämme, sondern allerlei Nadeln und Platinen. Die Nadeln bilden die Maschen und die Platinen bilden die Schlaufen ("Fadenwelle" vor den Nadeln).

Die beiden nachfolgenden Abbildungen zeigen Detaildarstellungen einer Cottonmaschine.

Linke Abbildung: Einzelheiten des Plantinenkopfes, der Einrichtung, welche die Maschenbildung übernimmt.
Rechte Abbildung: Schnittdarstellung einer Cottonmaschine, diese vermittelt uns einen Eindruck von der anspruchsvollen Mechanik.

Nadelbarren CottonmaschineSchnitt durch Cottonmaschine

1. Der Faden wird vor den Nadeln verteilt und die Platinen haben Schlaufen gebildet.

 

 

 

 

 

 

 

 

2. Die Nadeln bewegen sich nach unten.

 

 

 

 

 

 

 

3. Haben die Nadeln ihren Endposition erreicht, wurde der Faden durch die vorherige Masche gezogen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

4. Die Nadeln gehen in ihre Ausgangsposition zurück. Gleichzeitig werden die fertigen Maschen ein Stück von den Nadeln weg gezogen.

 

 

 

 

 

 

Minderung der Maschenzahl eines Nahtstrumpfes:

Auf der Abbildung ist es graphisch kurz erkäutert, wie das Mindern funktioniert. Im unteren Bildteil sehen wir die Ausgangssituation vor der Minderung mit hier acht Maschen. Beim Mindern - also der Verringerung der Maschenanzahl - werden zwei Maschenschlaufen auf eine Nadel genommen. An Stelle der grün hinterlegten Zahlen können wir uns die Zungennadeln vorstellen, welche die Maschen halten.

Der Strumpf wird mit einer sich verändernden Maschenanzahl hergestellt. Die meisten Maschen weist der Oberschenkelbereich auf. In Richtung Knie, weiter über die Wade bis hin zur Fußspitze wird die Maschenzahl immer geringer. Dieses Mindern sichert eine verbesserte Paßform des Nahtstrumpfes sowie sorgt für ein gleichmäßiges Aussehen des Strumpfes am Bein.

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•Zuletzt aktualisiert am ••Montag•, den 05. •April• 2010 um 18:00 Uhr••