Sauerer Regen ißt Strümpfe in New York

By agnahtstrumpf_admin / On Jan.25.2013 / In Früher / Width 0 Comments

26.9.2010: Auch bei diesen Bildern weiß ich nicht, was davon zu halten ist. In einem Artikel im LIFE-Magazin wird von Schwefelsäurepartikeln gesprochen, die Seidenstrümpfe, wie auch Nylonstrümpfe angreifen und im nun Löcher ins Strumpfgewebe fressen. Der Verursacher ward schnell gefunden: Gase aus Verbrennungsmotoren. Ja. Da muß die Konzentration an Säure aber doch recht hoch gewesen sein ...

Der Zeitpunkt der Veröffentlichung nährt vielmehr die These, daß es ich bei diesem geschilderten Säureangriff um das Resultat anfänglicher Unkenntniss im Umgang mit dem neuen Nylon handelt - weniger bei den Strumpfdamen, vielmehr bei den Herstellern von Nylon & Garn. Um es für den Laien verständlich zu erklären: die Reaktion aus dem Ausgangsstoff zum Nylon erfolgt nicht vollständig. Im Nylon bleibt während der industriellen Produktion immer ein Teil des Ausgangsmomomers zurück. Dieses Monomer und die Zwischenstoffe finden sich dann schließlich auch im Garn. Selbst bei 30den ist die Garnstärke doch sehr dünn und die vorhandenen Monomere/etc. schwächen es erheblich. Ganz am Anfang des Nylonbooms verkannte man das Problem der Monomere und es kam sehr oft zu Schäden an Strümpfen.

Quelle: LIFE-Magazin 7.April 1941

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